Protest gegen Müller schlägt Wellen

Lorenz Maroldt greift Regierenden Bürgermeister und Senat an

Lorenz Maroldt, Chefredakteur des Tagesspiegel, hat sich in den von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller vom Zaun gebrochenen Streit um die Instrumente der direkten Demokratie eingeschaltet. Zwar nicht im Tagesspiegel, dafür aber mit bemerkenswerter Klarheit als Kommentator bei Radio Eins. Die beiden aktuell laufenden Volksbegehren zu Mieten und Schule zeigten: „Der Senat hat in diesen beiden Themen bislang eine Vollversager-Performance hingelegt.“ Zurecht, so Maroldt weiter, würden die Bürger sich einmischen. Und zurecht habe der Senat hier eine Korrektur seiner Politik zu befürchten. Die Bürger dafür anzugreifen, so wie Müller es tue, sei Ausdruck einer „unverschämt stussigen“ Verschwörungstheorie, die sich der Regierende Bürgermeister da wohl zurechtgelegt habe.

Hier findet Ihr den Kommentar von Lorenz Maroldt in Radio 1, 26.05.2015

14 Tage ist es jetzt her, dass Berlins Regierender gegenüber 400 Wirtschaftsvertretern in der IHK vor uns warnte – als den selbsternannten Eliten, die die Instrumente der direkten Demokratie für die Durchsetzung ihrer  Minderheitenanliegen missbrauchten. Wir so Gescholtenen fordern nach wie vor eine Klarstellung. Unseren Offenen Brief hat der Regierende Bürgermeister noch nicht beantwortet. Oder meint er, das habe er mit seiner Eröffnungsrede vor der Welt-Metropolen-Konferenz in Buenos Aires erledigt, als er den versammelten Weltbürgermeistern empfahl, doch bei sich zu Hause auf mehr
Bürgerbeteiligung zu setzen?

Berliner Morgenpost vom 26.05.2015 *Tempelhof-Initiative schreibt Offenen Brief an Michael Müller*

Berliner Zeitung vom 13.05.2015 *Michael Müller warnt das Volk*

Berliner Zeitung vom 15.05.2015 *Bürgerinitiativen kritisieren Michael Müller in einem offenen Brief*

 

 

1 Kommentar

  1. Armin Holst sagt: Antworten

    Danke, Herr Maroldt. Wäre schön, wenn der gedruckte Tagesspiegel auch so klar Position beziehen würde! Völlig unbegreiflich, dass der sogenannte „Regierende“ es nicht für nötig erachtet, seine Aussagen dazu zu relativieren, zu bekräftigen oder zu widerrufen!

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